Katzen sind Hausfreunde

Wer sich entschließt, sein Heim mit einer Katze oder einem Kater zu teilen, hat in der Regel schon gewonnen – nämlich einen Freund fürs (Katzen-)Leben. Bei guter, artgerechter Haltung und Pflege können das inzwischen um die 20 Jahre sein. Natürlich müssen einige Grundregeln beachtet werden.Wichtig ist es, dass man sich zunächst über die Bedürfnisse des Tiers informiert, insbesondere dann, wenn noch keine Erfahrung vorhanden ist.
Viele gute Ratgeber sind in den Buchhandlungen zu finden, und mindestens eines dieser Werke gehört nicht nur ins Bücherregal, sondern sollte auch gelesen werden. Regelmäßige Tierarztbesuche (wobei einmal pro Jahr zum Routinecheck und für eventuell nötige Impfungen bei gesunden Tieren völlig ausreicht) sollten im Budget ebenso enthalten sein wie ausreichend vorhandenes Spielzeug und katzengerechte Nahrung.Nicht umsonst heißt es, Hunde hätten Herrchen und Frauchen, Katzen hingegen Personal. Dieses geflügelte Wort wird jeder, der mit Feliden zusammen lebt, bestätigen können, denn Katzen sind zwar Individualisten, brauchen aber auch Zuwendung, die sich sich allerdings meist dann holen, wenn sie selbst Lust darauf haben.
Gehen Sie darauf ein, spielen und reden Sie mit Ihrem Tier, bringen Sie ihm kleine Tricks bei, und es wird glücklich sein. Schmusestunden oder -minuten sind eine Wonne für Mensch und Vierbeiner, das Schnurren vertreibt in kürzester Zeit die dunkelste Stimmung. Langweilt sich Ihre Katze, weil sie den ganzen Tag allein zu Hause herumliegt, sollten Sie über einen zweiten Artgenossen nachdenken. Geistige und körperliche Trägheit schadet nicht nur uns Menschen.Liegen Ihnen Ihre Möbel, Tapeten, Vorhänge ebenso am Herzen wie Ihr Hausgenosse? Dann sollten Sie mindestens einen stabilen Kratzbaum aufgestellen, und zwar an einer Stelle, die von der Katze gern frequentiert wird. In dunklen Ecken wird dieses nützliche „Möbelstück“ eher ignoriert.
Auch Kratzmatten, auf dem Boden oder an der Wand befestigt, werden gern akzeptiert. Ohne diese Utensilien geht es nicht – besonders, wenn Ihre Katze sich ausschließlich in der Wohnung aufhält – denn sie sind unerlässlich für die Pediküre. Erschrecken Sie nicht, wenn Sie hin und wieder etwas finden, das aussieht wie eine Kralle. Es handelt sich hier lediglich um die alte leere Hülle, die beim Kratzen entfernt wird, so dass sich eine neue bilden kann.Spielzeuge sind ebenfalls ein Muss, wobei es nichts Teures aus der Zoohandlung sein muss. Bei meinen beiden Hausgenossinnen sind kleine Fellmäuse ebenso beliebt wie Toilettenpapierrollen oder Selbstgebasteltes. Auch Tischtennisbälle sind für viele Katzen interessant. Bieten Sie Ihrem Tier mehrere Dinge an und finden Sie so heraus, was es mag.

Neben artgerechter Ernährung sollten Sie Ihrer Katze auch Katzengras bereitstellen oder im Sommer frische Halme pflücken. Die Tiere benötigen dies, um eventuell Haarballen wieder auszuwürgen, die nicht auf normalem Weg verdaut werden können. Regelmäßiges Bürsten hilft natürlich auch, derartige „Magenprobleme“ weitgehend zu vermeiden.

Fazit: Artgerechte Ernährung, angeregte Spielstunden, Schmusezeit und genügend Raum für die Katze garantieren Ihnen ein Zusammenleben auf höchstem Niveau mit dem interessantesten Haustier, das man sich wünschen kann.